Chirurgische Gemeinschaftspraxis
Dr. med. Olaf Hoffmann · Dr. med. Lutz Strohbach

Logo Sag-Leipzig - Chirurgische Schwerpunktpraxis Arthroskopie und Gelenkchirurgie

Dezember 2009 - Der Meniskus-Ersatz


Die früher weit verbreitete Meinung, die Meniskus-
entfernung hätte keine nachteiligen Folgen für das Knie, hat sich als großer Irrtum herausgestellt. Beim Außenmeniskusverlust spricht man gar von einem "Desaster für das Knie", weil es durch den Meniskusverlust in kurzer Zeit zu einer erheblichen Knorpelabnutzung auf der Knieaußenseite kommen kann.

Aber auch der Innenmeniskusverlust führt zu einer Überlastung mit möglichen erheblichen Folgeschäden. Deshalb gilt der Grundsatz, dass bei Erfolgsaussicht immer eine Meniskuserhaltung durch Naht oder eine möglichst sparsame Resektion anzustreben ist. Nur wenn sich die Meniskuserhaltung als unmöglich erweist, ist die Entfernung angezeigt, um die Gelenkfunktion zu ermöglichen und Schmerzen zu lindern.

In diesen Fällen ist dann ein Meniskusersatz zu erwägen:
Bei dieser arthroskopischen OP wird ein meniskusartig geformtes Kollagengerüst an den Defekt angepasst, eingebracht und
mit 3-5 Meniskusankern fixiert. Das Gerüst dient der Besiedlung mit körpereigenen Knorpelzellen und wird als "Fremdkörper" simultan abgebaut, so dass nach ca. 6 Monaten ein Meniskus-
regenerat resultiert, das annähernd die Eigenschaften des originalen Meniskus aufweist. In den letzten Jahren sind dazu erfolgversprechende Forschungsergebnisse veröffentlicht worden, so dass wir uns entschlossen haben, den Meniskus-
ersatz als neue OP in unser Leistungsspektrum aufzunehmen.