Chirurgische Gemeinschaftspraxis
Dr. med. Olaf Hoffmann · Dr. med. Lutz Strohbach

Logo Sag-Leipzig - Chirurgische Schwerpunktpraxis Arthroskopie und Gelenkchirurgie

Januar 2009
Der natürliche Kreuzbandersatz - auch für Zweit-Operationen


Immer häufiger werden wir mit dem Problem konfrontiert, dass sich Sportler in unserer Praxis vorstellen, denen das operierte vordere Kreuzband erneut gerissen ist.
Was ist zu tun?

Als erstes erfolgt eine gründliche Diagnostik mit Problemanalyse. Warum ist das Kreuzband erneut gerissen? Führen Begleitverletzungen des Kniegelenkes oder anatomische Besonderheiten zu einer Überlastung des Bandes? Ist eine erneute Operation erfolgversprechend? Sind vor der Zweit-OP störende Implantate zu entfernen und die knöchernen Verankerungsbereiche mit körpereigenem Knochen zu stabilisieren?

Erst wenn diese komplexen Fragen sicher beantwortet sind, erfolgt die Realisierung einer Zweit-OP: Für Revisionsoperationen nach erneutem Riss des vorderen Kreuzbandes benutzen wir die Quadrizepssehnen-Technik nach Huber.Dabei wird ein 5 cm langer Sehnenstreifen aus der zur Kniescheibe führenden Oberschenkelsehne mit einem kleinen Kniescheiben-Knochenblock entnommen. Dieser Knochenblock wird so vorbereitet, dass er sich arthroskopisch in den zuvor angelegten Knochenkanal im Oberschenkelknochen "press fit" eintreiben läßt. Auf der Schienbeinseite wird das neue Kreuzband über ein Knochenbrücke fixiert, wobei in diesem Kanal das neue Band zur besseren Einheilung zusätzlich mit dem herausgefrästen Knochenzylinder verpresst wird.

Auch bei dieser OP-Technik, der "Quadrizepssehnen-OP nach Huber", handelt es sich wie bei der Technik nach Felmet um ein tausendfach bewährtes OP-Verfahren. Nur in seltenen Fällen ist das Umsteigen auf eine Verankerung mit Fremdimplantaten erforderlich.